Über HelferhundeAllerlei

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Wie alles begann
Ohne die Geschirr- und Kenndeckenunpässlichkeiten meiner ersten Assistenzhündin, damals noch in Ausbildung, sowie einige Zufälle würde es HelferhundeAllerlei heute nicht geben. Lotta akzeptierte sehr lange keine Geschirre. Sie fand alle Arten von Geschirre stressig bis untragbar. Kenndecken waren noch schlimmer, jeder Schritt war eine Herausforderung. Entspanntes Training war unmöglich.
Ich lege sehr viel Wert auf positives Lernen und Trainieren. Auch mit Gewöhnungstraining fand sie das Arbeiten im Geschirr störend. Daher ging ich auf die Suche nach den Auslösern. Ich wollte Lösungen finden. Ich begann mit Nähexperimenten. Mit verschiedenen Geschirrschnitten und unterschiedlichen Stoffen. Lotta gab mir schnell Rückmeldung, was sie als tragbar empfand. So entstanden verschiedene Kenndeckenvarianten. Dies war indirekt schon der Beginn von HelferhundeAllerlei!
Hätte man mir im Februar 2016 gesagt, dass ich in einem halben Jahr ein kleines Unternehmen haben würde und Zubehör für helfende Hunde herstelle, hätte ich laut gelacht und den Kopf geschüttelt! Warum?
Die Antwort ist einfach: Den hohen Aufwand, den ich bei der Herstellung von Zubehör für meine Hündin investiere, damit sie entspannt arbeiten kann, nehme ich sehr gerne in Kauf. Ich schaue nicht auf die Uhr, sondern auf das Ergebnis. Ich passe zwischendurch immer wieder am Hund an. Es kam anfangs vor, dass wir mit halb fertigem Geschirr, samt Sicherheitsklammern, eine Test-Gassirunde gingen, um zu schauen, wie Lotta damit zurechtkam.
Wie sollte ich diesen Aufwand anderen in Rechnung stellen? Genau. Das geht nicht. Dachte ich damals.
Aber meine Lust auf Mehr war geweckt. Handwerkliche Tätigkeiten mag ich seit vielen Jahren. Individuelle Arbeiten, bei denen ich meine Kreativität und Praxiswissen mit einbringen kann, sind meine Leidenschaft. Das Ergebnis zählt und macht mir Freude. Daher schaue nicht auf die Uhr. Ich mache Pausen, wann ich sie brauche und sitze manchmal auch nachts an Näharbeiten.
Im April 2016 kaufte ich mir eine Stickmaschine und begann, eigene Aufnäher für Lottas Kenndecken zu entwerfen. Ein paar Fotos davon zeigte ich im Internet. Einigen Menschen gefiel mein Zubehör. Sie baten mich um Unterstützung. Hier und dort stickte ich erste Stickereien auf Kenndecken. Es machte mir großen Spaß!
So kam eins zum anderen: Am 8. Juli 2016 hatte ich meinen Gewerbeschein. HelferhundeAllerlei konnte starten.

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Ehrliche Beratung
Der wichtigste Bestandteil: Ich bin für meine Kunden da! Nicht nur vor und während der Auswahl ihrer Ausstattung, sondern ebenso hinterher, wenn diese im Einsatz ist. Ich erkundige mich, ob das Team im Praxisalltag mit dem Zubehör entspannt arbeiten kann, wie der Stoffzustand ist, ob alles sitzt…
Wenn ich wegen meiner eigenen gesundheitlichen Einschränkungen wenig Kapazitäten zum Arbeiten habe, gehe ich offen damit um, denn meine Kunden können auch gut damit umgehen. Wir schauen dann nach Ersatzterminen.
Streßbewältigung:Ich berate Teams, wie sie mit schlechtem Streß besser umgehen können. Das habe ich gelernt. Es gibt viele einfache Möglichkeiten für Hund wie Mensch.

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Das Versprechen von HelferhundeAllerlei an seine Kunden
„Einzigartige Teams-einzigartige Produkte. Sinnvolles für entspanntes, ungestörtes und vor allem gesundes Arbeiten.“
Mensch und Hund bilden ein Team, beide sind wichtig. Der helfende Hund leistet wichtige Arbeit. Er hat ein Grundrecht auf entspanntes, ungestörtes und vor allem gesundes Arbeiten. Eine gründlich durchdachte Vorsorge ist besser als teure Nachsorge. Dafür setze ich mich ein: Bewegungsfreiheit in Kenndecke und Geschirr. Passgenaues, individuelles Zubehör, das den Hund nicht einschränkt.

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Assistenzhund Lotta
Meine Assistenzhündin habe ich wegen verschiedener, auch körperlicher, Erkrankungen, die durch schwere traumatische Gewalt entstanden sind. Die Traumatherapien sind nach vielen Jahren Behandlung inzwischen ausgeschöpft. Aus diesem Grund hat Lotta übernommen. Ihre Ausbildung begann im November 2015. In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Assistenzhunde (noch) nicht, obwohl ganz klar eine medizinische Notwendigkeit besteht. Ich kann die teure Ausbildung nicht finanzieren. Durch einen Fonds der Bundesregierung habe ich eine Geldsumme für die Anschaffung und Ausbildung erhalten. Dadurch wird allerdings nur ein Teil der Kosten gedeckt. In einigen Nachbarländern übernehmen die Krankenkassen bei Erkrankungen wie meiner die Kosten.

assistenzhund lotta